Verschaff dir einen Überblick. Du könntest positiv überrascht sein.

Veröffentlicht am 2. August 2026 um 15:11

Beim heutigen Finanzstammtisch entstand auf den ersten Blick eine ganz einfache Frage: Wie hoch wird dein Vermögen in 20 Jahren sein?

Eine Teilnehmerin hat ihre Antwort genannt. Wenige Minuten später fiel ihr sichtbar eine Last von den Schultern. Warum manchmal schon eine grobe Überschlagsrechnung den Blick auf die eigenen Finanzen verändern kann, darum geht es in diesem Beitrag.

Heute haben wir trotz Sommerhitze und einer kleinen Wespen-Party eine Übung gemacht, deren Ergebnis für einige Teilnehmerinnen zu Aha-Erlebnissen geführt hat. Die Aufgabe war lediglich eine SchätzaufgabeWie hoch ist dein Vermögen in 20 Jahren? Der Betrag, von dem du heute glaubst: „Wenn ich mein Leben ungefähr so weiterführe wie aktuell – wo werde ich dann vermutlich stehen?“

Anschließend haben wir noch eine zweite Frage gestellt: Wie hoch wäre dein Traumvermögen?

Eine Teilnehmerin nannte ihren Betrag. Anschließend haben wir gemeinsam ihre Situation grob überschlagen. Ohne komplizierte Berechnungen, auch ohne Excel-Tabelle und ohne Finanzsoftware.

Wir haben einfach nur grob zusammengetragen, was heute bereits absehbar ist und in einen Zins-Rechner eingegeben. Dabei wurde deutlich, dass sie ihr zukünftiges Vermögen vermutlich um mehr als 100.000 € unterschätzt hatte. Ich konnte ihr die Erleichterung richtig ansehen. Sie sagte selbst, dass ihr gerade eine Last von den Schultern gefallen sei. Wir haben nichts schöngerechnet, sondern wir haben einfach zum ersten Mal alle Puzzleteile nebeneinandergelegt.

Diese Situation erlebe ich als Finanzmentorin immer wieder. Viele Frauen kennen ihre Finanzen besser, als sie selbst glauben. Sie kennen ihre Sparraten. Sie wissen, welche Verträge sie haben. Sie kennen den Wert ihrer Immobilie oder haben eine Vorstellung davon, welche Vermögenswerte in den nächsten Jahren voraussichtlich hinzukommen. Aber all diese Informationen liegen häufig wie einzelne Puzzleteile nebeneinander. Nur selten setzt sich jemand einmal hin und fragt: „Was ergibt das eigentlich insgesamt?“

Ich glaube, viele schrecken davor zurück, weil sie denken, sie müssten dafür komplizierte Berechnungen anstellen oder, sie haben Angst vor dem Ergebnis und den daraus notwendigen Konsequenzen. Dabei waren komplizierte Rechnungen in diesem Fall erstmal nicht nötig. Wir haben lediglich grob überschlagen, sodass eine realistische Orientierung möglich wurde. Und genau das hat gereicht, um für Klarheit zu sorgen.

Natürlich wird das Leben anders verlaufen als jede Rechnung. Es wird Veränderungen geben, neue Chancen aber auch Rückschläge.  Aber das ändert nichts daran, dass es unglaublich hilfreich sein kann, die eigenen Zahlen einmal ungefähr zusammenzutragen um Entscheidungen nicht nur aus dem Bauchgefühl heraus zu treffen - oder nicht zu treffen.

Vielleicht unterschätzt auch du dein zukünftiges Vermögen?!?

Genau solche Momente erlebe ich in meinen Mentorings immer wieder. Nicht, weil ich die Zukunft vorhersagen kann. Sondern weil wir gemeinsam Ordnung in die vorhandenen Informationen bringen und aus vielen einzelnen Puzzleteilen ein Gesamtbild entstehen lassen. Denn gute finanzielle Entscheidungen beginnen für mich nicht mit einem Produkt – sondern mit einem klaren Überblick.